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Die wahre Entdeckungsreise besteht nicht darin,
neue Landschaften zu suchen,
sondern neue Augen zu haben.

Druidenweisheit

Weiterbildungen des Integrativen Zentrums zur Förderung hyperkinetischer Kinder GbR

AD(H)S – Verursachung, Verlauf und Handlungsempfehlungen

Ist AD(H)S eine Krankheit? Wird es vererbt? Stimmt es, dass nur Jungen betroffen sind oder handelt es sich gar um eine Modeerscheinung? Im Zusammenhang mit dem Aufmerksamkeits-Defizits-Syndrom existieren zahlreiche Unklarheiten, Missverständnisse und Fehlinterpretationen. Ziel dieser „Basis-Veranstaltung“ ist es, Grundlagen über AD(H)S zu vermitteln: Es soll geklärt werden, welche Ursachen AD(H)S hat, was die typischen Symptome sind und welche Rolle Medikamente bei der Behandlung spielen. Zudem werden erste, allgemeine Handlungsempfehlungen für den Umgang mit AD(H)S-Betroffenen gegeben (sowohl für den familiären als auch für den schulischen Kontext).

AD(H)S im Jugendalter

Jugendliche mit AD(H)S sind für Eltern, Lehrer und auch Freunde stets eine besondere Herausforderung. Oft werden sie als extrem impulsiv und frech gegenüber Respektspersonen beschrieben. Es heißt, sie lassen sich nichts sagen und können sich nicht in andere hineinversetzen. Das Ergebnis all dessen sind schlechte Schulnoten und soziale Probleme. Bei Jugendlichen mit AD(H)S spricht man daher von einer sogenannten „Superpubertät“. Inhaltlich wird diese Veranstaltung noch einmal auf die Verursachung des Aufmerksamkeits-Defizits-Syndrom eingehen und die Symptomatik speziell am Jugendalter beleuchten. Zudem soll geklärt werden, welche Probleme Heranwachsende mit AD(H)S in Bezug auf ihre Entwicklungsaufgaben haben und welche Rolle die Ausbildung einer Identität spielt. Eng damit verbunden sind einige allgemeine Handlungsempfehlungen bezügliches des Umgangs mit einem AD(H)S-Jugendlichen.

AD(H)S und Medienkonsum

Fernsehen, Internet und Computerspiele sind für Kinder und Jugendliche zur festen Größe in ihrem Alltag geworden. Nahezu jeder hat im Kinderzimmer einen eigenen Fernseher bzw. eine eigene Spielkonsole. Dass der übermäßige Konsum von Medien äußerst negative Auswirkungen haben kann, dürfte inzwischen bekannt sein. Für AD(H)S-Betroffene stellen Computerspiele, Filme usw. jedoch aufgrund ihrer speziellen Symptomatik ein besonders hohes Risiko dar. Sie sind stärker beeinflussbar und anfälliger für neuzeitliche Phänomene wie Spiel- und Fernsehsucht. Ziel dieser Veranstaltung ist es, darüber aufzuklären, mit welchen Gefahren bei AD(H)Slern durch übermäßigen Medienkonsum zu rechnen ist. Inhaltlich soll zudem auf Jugendschutzrichtlinien, gewaltverherrlichende Spiele und Filme sowie die sogenannte Onlinesucht eingegangen werden.


Motivation

Der heutzutage äußerst inflationär gebrauchte Begriff der „Motivation“ beschreibt nach Definition die „Bereitschaft, in einer konkreten Situation eine bestimmte Handlung mit einer bestimmten Intensität durchzuführen“. Im Zusammenhang mit Motivation werden häufig folgende Fragen gestellt: Wieso lernt er nicht? Warum sucht er sich immer nur leichte Aufgaben aus? Wie kann ich mein Kind dazu motivieren, mehr für die Schule zu tun? Wieso beschäftigt er sich eigentlich nur mit seine Spielsachen und nicht mit anderen Dingen?
In dieser Veranstaltung soll geklärt werden, welche Aspekte die Motivation eines Kindes bzw. eines Jugendlichen beeinflussen und welche Rolle dabei Dinge wie Selbstwert und Umwelteinflüsse spielen.  Natürlich werden auch hier entsprechende allgemeine Handlungsempfehlungen für Eltern und Lehrer gegeben.


Kommunikation (Workshop)

Wer es einmal selbst miterlebt hat, der weiß: Kommunikation mit AD(H)S-Betroffenen ist nicht immer leicht. Oft wird aneinander vorbeigeredet, bestimmte kommunikative Feinheiten wie Körpersprache oder Ironie werden nicht wahrgenommen und es kommt schnell zu emotionalen Ausbrüchen. Zu all dem sind AD(H)Sler auch noch berühmt dafür, dass sie keine guten Zuhörer sind, sondern schnell wegträumen und Vieles nicht mitbekommen.
Innerhalb dieses Workshops sollen Besonderheiten in der Kommunikation mit AD(H)S-Betroffenen vorgestellt und deren Ursache erläutert werden. Zudem wird an zahlreichen praktischen Übungen gezeigt, wie man Kommunikation effektiv gestalten kann und möglichen Kommunikationsfallen aus dem Weg geht.


Lerntricks und -techniken für AD(H)S-Kinder

Schulische Misserfolge und Probleme mit dem Lernen bei AD(H)S-Kindern sind in den seltensten Fällen verursacht durch mangelhafte kognitive Fähigkeiten. Häufig sind diese Auffälligkeiten nur Resultat der syndromtypischen Schwierigkeiten (geringe Aufmerksamkeitsspanne, Impulsivität usw.) der jeweiligen Person und können mit gezielten Übungen, Strategien und Lerntechniken verringert werden. Einige dieser Strategien und Techniken sollen hier vorgestellt und erklärt werden. Diese Veranstaltung richtet sich insbesondere an Lehrer, ist aber auch für Eltern betroffener Kinder sowie diese selbst von Interesse.


Integration

Im Klassenverband haben AD(H)S-Betroffene (insbesondere in jungen Jahren) oftmals große Probleme. Durch ihr Mittelpunktstreben, ihre impulsiven Handlungsweisen und andere syndromtypische Auffälligkeiten werden sie schnell zum Außenseiter und von Klassenkameraden gemieden. Die Folge dessen ist eine Abwärtsspirale, die zumeist in schulischen Misserfolgen sowie oppositionellem Verhalten endet. Um einer solchen Entwicklung vorzubeugen, ist es wichtig, den AD(H)S-Schüler von Anfang an in den Klassenverband zu integrieren. Für Lehrer stellt dies häufig eine große Herausforderung dar. Ziel dieser Veranstaltung ist es, Lehrkräften entsprechende Kompetenzen zu vermitteln, die nötig sind, um einen AD(H)S-Betroffenen erfolgreich in den Klassenverband zu integrieren.

Nachteilsausgleich

Aufgrund der rechtlichen Grundlage der Gleichheit vor dem Gesetzt besteht in Deutschland für Schüler mit erheblichen Beeinträchtigungen in Sprache, Sinnestätigkeit, Motorik und/oder physischer Belastbarkeit das Recht auf einen sogenannten Nachteilsausgleich. Dieser besagt, dass der jeweilige Schüler unter anderen Gesichtspunkten bewertet werden kann als eigentlich vorgesehen (um somit eine Benachteiligung zu verhindern).
Ziel dieser Veranstaltung ist es, detailliert über die gesetzlichen Grundlagen des Nachteilsausgleiches zu informieren und zu klären, welche besonderen Maßnahmen seitens der Schule dafür nötig sind. Zudem sollen Anregungen gegeben werden, in welcher Form ein solcher Ausgleich umgesetzt werden kann (da dies rechtlich nicht genau definiert ist).

Soziale Netzwerke

Computer und Internet sind aus unserer Welt heute nicht mehr wegzudenken. Sie gehören fest zum Alltag und stellen in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung für uns dar. Seit einigen Jahren sind auch die sogenannten Sozialen Netzwerke (Social Networks) fester Bestandteil der Internet-Welt geworden. Wer hat nicht schon einmal von „facebook“ und co. gehört? Seiten wie diese zählen in Deutschland mehr als 30 Million Mitglieder - Tendenz steigend. Viele der Nutzer sind Kinder und Jugendliche. Leider wissen die wenigsten von ihnen, dass soziale Netzwerke neben zahlreichen sehr praktischen Funktionen auch viele Schattenseiten bergen. Insbesondere für AD(H)S-Betroffene, die teilweise sehr impulsiv und unbedacht mit den eigenen privaten Daten umgehen, stellen sie auch eine große Gefahr dar. Ziel dieser Veranstaltung soll es sein, Eltern und Lehrer sowie andere Interessierte über die zahlreichen sozialen Netzwerke aufzuklären. Sie sollen dabei nicht nur lernen, welche problematischen Aspekte mit deren Nutzung einhergehen, sondern auch wieso sich so viele Kinder  dem Bann dieser Seiten kaum noch entziehen können.

Mobbing unter Kindern

Mobbing unter Kindern ist kein neues Phänomen, sondern stellt schon seit langer Zeit eine große Herausforderung für Lehrer, Eltern und betroffene Opfer dar. Allerdings legen einige Studien die Vermutung nahe, dass Mobbing in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. Gründe dafür mag es viele geben. Besonders häufig sind auch AD(H)S-betroffene Kinder an den Mobbing-Situationen beteiligt. Doch welche Rolle nehmen sie ein? Sind sie Täter oder doch eher Opfer? In dieser Weiterbildung soll nicht nur dieser Frage nachgegangen werden, sondern es soll auch ausführlich über das Thema „Mobbing“ informiert und mögliche Lösungsstrategien (sowohl für Lehrer als auch für Eltern und Opfer) angeboten werden.

       

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